Fit für die Zukunft

Die Volksbank Emmerich-Rees eG ist fit für die Zukunft. Die Bank konnte in den letzten Jahren ihre Position im heimischen Markt weiter ausbauen und ihre Rücklagen stärken. Damit dies so bleibt und die Volksbank auch in der Zukunft ihren genossenschaftlichen Förderauftrag selbstständig und in gewohnter Weise leben kann, stellt sie sich voller Optimismus den kommenden, anspruchsvollen Aufgaben.
Hierzu zählen vor allem strengere Aufsichtsnormen und auch wenn die Bank über ausreichend Eigenkapital verfügt, ist die zukünftige Ertragslage wichtig (denn ohne Gewinn kein Bestandsanspruch). Derzeit bietet die Bank im Einlagengeschäft ihren Kunden keine marktgerechten Konditionen an.  Der Marktzins ist derzeit negativ und die Volksbank belastet für Einlagen keine Zinsen und erzielt so im Einlagengeschäft eine Negativmarge zu Gunsten ihrer Kundschaft. Dadurch erwartet die Volksbank eine Ertragsverschlechterung, der sie mit Kostenoptimierungen begegnen muss.

Die Kunden der Bank stimmen tagtäglich darüber ab, wie die Volksbank aufgestellt sein sollte: in dem sie den Service in einer der Bank-Geschäftsstellen besuchen, den Selbstbedienungsbereich der Geschäftsstelle nutzen, ihre Bankgeschäfte  im Internet erledigen oder die Leistungen des ServiceCenters der Bank in Anspruch nehmen.
Hier kann die Volksbank seit einigen Jahren einen klaren Trend beobachten: Der Bedarf nach qualitativ hochwertiger und kompetenter Beratung nimmt ständig zu, die Nachfrage nach persönlichem Service im Tagesgeschäft sinkt stetig. So besuchen weniger als die Hälfte der Bankkunden noch eine Geschäftsstelle vor Ort, an einigen Standorten ist die Quote weitaus geringer. Das geänderte Kundenverhalten zeigt sich auch bei der Anzahl der eingereichten Überweisungsformulare. Waren es vor acht Jahren noch durchschnittlich 130 Überweisungen pro Tag und Geschäftsstelle, die manuell in den Geschäftsstellen abgegeben worden sind, so sind es heute gerade einmal 20 Stück. Der Anteil der Online-Buchungen ist in diesem Zeitraum von 50 % auf über 92 % gestiegen.

Der Kunde hat durch sein Verhalten abgestimmt. Darauf stellt sich die Bank ein. Die Struktur in den Geschäftsstellen wird sich verändern. Mitarbeiter aus dem Service werden in andere Bereiche der Bank wechseln und gemäß der derzeitigen Planung durch Fluktuation abgebaut werden. Für die starke Nachfrage an kostenlosen und umfassenden Defino-Beratungen werden weitere qualifizierte Berater benötigt. Die Anzahl der Berater in der Volksbank wächst dann um knapp 15 % und steigt auf 38 qualifizierte Defino-Berater in den Geschäftsstellen.

Das veränderte Kundenverhalten hat auch zu der Entscheidung geführt, die Geschäftsstelle in Hüthum zum Jahresende zu schließen. Neben der mangelnden Nachfrage der Kunden, die diese Filiale besuchen, ist eine Filiale mit der Größe der Geschäftstelle Hüthum in der heutigen Zeit wirtschaftlich nicht vertretbar. Alleine für eine umfassende Bargeldversorgung sind zwei Mitarbeiter in einer Geschäftsstelle notwendig, die im ständigen Kontakt stehen müssen. Da der Service vor Ort von den Kunden der Bank allerdings nicht mehr abgefragt wird, kann die Bank nicht nur für die vollständige Bargeldversorgung das notwendige Personal vorhalten.
 
Die bediente Bargeldversorgung wird weiterhin in jeder Geschäftsstelle sichergestellt, allerdings aus Sicherheitsgründen auf Hartgeld beschränkt. Die Versorgung mit Scheinen läuft über die Geldautomaten der Bank.

Fest steht: Die Bank wird die qualitative Beratung ihrer Kunden und Mitglieder noch weiter ausbauen.

Der Internetvertrieb und das ServiceCenter werden immer häufiger fallabschließend von den Bankkunden genutzt. Aufgrund der Nachfrage nach modernen Medien hat die Volksbank zum 01. August einen neue Stelle „E-Commerce“ geschaffen. Der Mitarbeiter kümmert sich um den reibungslosen Ablauf der Konten und Dienstleistungen, die im Internet direkt abgeschlossen werden können. Hier wird das Angebot der Bank stetig weiter ausgebaut.

Eine intensive Vernetzung der Kommunikations- und Transaktionswege zwischen Bank und Kunden wird immer wichtiger.

Aufgrund der starken Nachfrage nach qualifizierten Beratungen ist die Geschäftsstelle auch in Zukunft das zentrale Bindungselement.