Volksbank stattet Filialen mit Defibrillatoren aus

Volksbank stattet Filialen mit Defibrillatoren aus
Guido Janssen, Geschäftsführer der Malteser in Emmerich und die Volksbank Vorstände Ralf van Bruck und Holger Zitter lassen sich von Ersthelfer und Volksbanker Maximilian Buck den Einsatz eines Defibrillators und "Erste Hilfe Maßnahmen" zeigen.

Die Malteser in Emmerich und die Volksbank Emmerich-Rees haben dem Notfall gemeinsam den Kampf angesagt und insgesamt zehn Volksbank-Filialen in Emmerich, Rees und Isselburg mit automatisierten externen Defibrillatoren (AEDs) ausgestattet. "Es sollte mehr AEDs im öffentlichen Bereich geben, damit sie im Notfall schnell griffbereit sind", findet Holger Zitter, Vorstand der Volksbank Emmerich-Rees. "Deshalb gehen wir mit gutem Beispiel voran. Wir haben die Defibrillatoren im überwachten SB-Bereich unserer Geschäftsstellen angebracht. So sind diese schnell verfügbar".

Guido Janssen weiß um die Wichtigkeit von AEDs. Der Geschäftsführer der Emmericher Malteser ist selbst Erste-Hilfe-Ausbilder und als Notfallsanitäter im Rettungsdienst tätig. "Mit geschätzten 100.000 Fällen stellt der plötzliche Herztod in Deutschland die häufigste Todesursache außerhalb von Krankenhäusern dar." Bei einem sogenannten Kammerflimmern liegt ein Herz-Kreislauf-Stillstand vor und die lebenswichtigen Organe werden nicht mehr mit Sauerstoff versorgt. "Die Defibrillation ist die einzige wirksame Maßnahme zum Beenden des Kammerflimmerns", so Janssen weiter. Durch den Einsatz eines AEDs können die Überlebenschancen bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand deutlich gesteigert werden.

Die Ausstattung der Filialen mit den Geräten hat mehr als 13 000 Euro gekostet und wurde aus dem Spendentopf des Gewinnsparvereins der Volksbank finanziert. Die Malteser kümmern sich um die Wartung der Geräte und schulen ausgewählte Volksbank-Mitarbeiter in Erster Hilfe und im Umgang mit den AEDs. "Diese Aktion ist uns eine wahre Herzensangelegenheit", bringt es Zitter auf den Punkt. "Gerade in ländlichen Gebieten gibt es noch immer viel zu wenig öffentlich zugängliche Defibrillatoren. Diese Versorgungslücke versuchen wir zu schließen. Und damit unsere "Defi´s" gefunden werden können, haben wir unsere Standorte an das Gesamtverzeichnis der Automatisierten Externen Defibrillatoren (AED) im Kreis Kleve gemeldet".

Guido Janssen hofft, dass sich noch weitere Unternehmen an der Aktion "Ein Herzschlag für Emmerich" beteiligen. "Und, dass sich noch mehr Menschen in Erster Hilfe schulen lassen." Wenn jemand nicht ansprechbar ist und nicht mehr atmet, sollte jeder wissen, was zu tun ist: Notruf absetzen, mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen und den Defi anschließen. Janssen: "Das kann jeder, denn die Geräte haben eine vollautomatische Steuerung, die durch Textansagen unterstützt wird." Die lebensrettenden Sofortmaßnahmen und den Umgang mit dem AED lernt man in einem Erste-Hilfe-Kurs. Termine zu den Kursen findet man unter www.malteser-kurse.de. „Falsch machen kann man nur etwas, wenn man nicht hilft“, so Janssen.